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Winkelhalbierende

Die Brückenfunktion der Kongruenz-Sätze wollen wir noch am Beispiel einiger Sätze über Winkelhalbierende erläutern.

Einen Winkel halbieren, heißt, zu den beiden Schenkeln a und b einen dritten Schenkel c zwischen a und b anzugeben, so dass der Winkel zwischen a und c gleich dem Winkel zwischen c und b ist; man nennt c dann die Winkelhalbierende.

Es gilt:

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Es gilt auch die Umkehrung:

Analyse der zweiten Aussage und Beweis:
Mit S bezeichnen wir den Scheitel des Winkels, mit A bzw. B den Lotfußpunkt des Lotes von Q auf a bzw. auf b.


Voraussetzung:

  1. Die Winkel SAQ und SBQ sind gleich groß, nämlich rechte Winkel (Konstruktion von A bzw. B).
  2. Die Strecken AQ und BQ sind gleich lang (Voraussetzung in der Aussage).

Behauptung:

Die Winkel ASQ und BSQ sind gleich groß.

Beweis:
Betrachte die beiden Dreiecke SQA und SQB.

Folglich stimmen die beiden Dreiecke in zwei Seiten und einem Winkel überein. Es ist allerdings nicht der eingeschlossene Winkel, sondern der Winkel, der der Seite SQ gegenüber liegt: Nun ist aber die Strecke von Q bis zum Lotfußpunkt A bzw. B die kürzest mögliche zwischen Q und einem Punkt der Geraden a bzw. b; also ist SQ in beiden Dreiecken die größere der bekannten Seiten.
Nach dem Kongruenz-Satz SSWgr stimmen die Dreiecke also auch in den übrigen Stücken überein, d.h. die Winkel ASQ und BSQ sind gleich groß.

 

 

 

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